top of page
IMG_20250808_192758_071.jpg

Der Abstand von meinem Schmerz, meiner Trauer und meinen unbehandelten Verletzungen ist der Abstand zu meinem Partner und zu meinen Kindern.

 

Die Liebe zu anderen und die Liebe zu mir selbst sind keine Gegensätze.

Im Gegenteil.

In der Haltung der Liebe zu mir selbst finde ich erst die Fähigkeit, andere zu lieben.

Solange wir aber in unsere Familien-geschichten verstrickt sind, bleibt manchmal eine Unnahbarkeit gegenüber den Menschen, die wir am meisten lieben.

Beziehung gestalten
in Familie und Partnerschaft

Sie haben sich als Paar oder als Familie auseinander gelebt und haben den Wunsch wieder näher zusammen zu kommen? Sie haben das Gefühl den Kontakt zu ihren Kindern zu verlieren? Sie haben vielfältige Konflikte und es gelingt ihnen nicht, diese zu überwinden und wieder in die Versöhnung zu gelangen? Sie möchten ihre Verantwortung als Eltern vollumfänglich annehmen und gestalten?

Sie möchten tiefgehende Beziehungen in Partnerschaft und Familie aktiv leben, gestalten und erfahren? Frei von Manipulationen, Projektionen und Abhängigkeiten?

Sie fragen sich, wie sie als Familie einen guten Umgang mit Themen wie Medien, Früh-sexualisierung, Digitalisierung oder Gender finden können? Mit einem völlig überforderten und an einem längst überholten Lernverständnis festhaltenden Bildungs- und Schulsystem? Mit der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und der grenzenlosen Informationsflut?

 

Sie befinden sich im Trennungsprozess oder sind bereits getrennt und wollen trotz Trennung ein sicheres Umfeld für ihre Kinder schaffen?

Sie möchten diesen Weg gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Familie gehen? In Freiwilligkeit und ohne Zwang?

Familientherapie/Elterncoaching:​

Die Familie stellt die ursprünglichste Form des Zusammenlebens in Verschiedenartigkeit dar. Sie hat einen einzigartigen Wert. Für den einzelnen Menschen und für die Gemeinschaft. Da in der Familie die elementaren Formen des menschlichen Zusammenlebens in einer Atmosphäre  der Verbundenheit und Liebe vorgelebt und erlernt werden können. 

Ich gehe von einer bestimmten Ordnung innerhalb der Familie aus. In dieser Ordnung existieren Elemente, die sich in ihren strukturellen Mustern und abseits individueller Besonderheiten, die jede Familie für sich zeigt, gleichen. So ist die Verantwortung für die Beziehungsqualität zwischen Kindern und Erwachsenen zunächst immer bei den Eltern. Erst wenn das Kind erwachsen geworden ist, löst sich diese Ordnung auf, um sich später wieder neu zu organisieren. Auch die Geschwister befinden sich in einer bestimmten Reihenfolge, deren Ankommenszeitpunkt in der Familie bestimmte Dynamiken mit sich bringt.

Destruktive Konfliktmuster im familiären Verbund, die sich nicht durch den Prozess des Verzeihens und der Versöhnung auflösen lassen, sind oftmals Symptome dysfunktionaler Beziehungsstrukren und misslingender Kommunikation, die häufig einer generellen Unordnung der Verantwortungsebene entspringt.​ Familiäre und oftmals tabuisierte und nicht aufgearbeitete Traumata aus der Vergangenheit oder persönlich erlebte, nicht aufgearbeitete Geschichten, Themen und Verletzungen der Eltern, können die Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme für sich selbst, die eigene Elternschaft und somit für die eigenen Kinder erschweren oder unmöglich machen.

Zudem wird die Übernahme der Elternverantwortung in unserer Kultur immer schwieriger, da wir oftmals in ein Leben gezwungen werden, das weder die natürlichen Bedürfnisse der Eltern, noch die der Kinder decken kann. Dies führt zu Unzufriedenheit und einer zunehmenden Entfremdung von sich selbst und den Generationen untereinander. Verbindende Rituale und gemeinsame Werte befinden sich auf dem Rückzug und Wissen wird zunehmend nicht mehr von einer Generation an die nächste weiter gegeben, sondern im Internet gesucht. Die meisten Eltern sind mir ihrem eigenen Leben überfordert und dauerhaft gestresst. Sie sind so nicht mehr in der Lage stabile Vorbilder zu sein.

Dies wird begleitet durch eine dauerhafte Informationsflut, vermittelt von süchtigmachenden Geräten, denen wir uns kaum entziehen können und die den Alltag von vielen Familien mittlerweile maßgeblich prägen. Von Informationen über kollektivistische Modelle von Erzie-hung, in der die Eltern zunehmend an Wichtigkeit verlieren. Ideen über die Auflösung von tradi-tionellen Familienbildern zugunsten einer ausufernden Beliebigkeit und deren propagieren über Medien und staatliche Bildungsinstiutionen oder Social Media und die Influencerkultur verunsichern viele Eltern und greifen immer früher in die Familie ein. Oftmals unter zur Hilfenahme von Manipulationstechniken wie der Produktion von Angst-, Scham- oder Schuld-gefühlen.

Im familientherapeutischen Setting haben sie die Möglichkeit, ihre familiäre Ordnung, die in ihrer Familie vorherrschenden Kommunikationsmuster sowie ihre eigene individuelle Familienkultur und -tradition zu reflektieren und neu zu gestalten. Sie können die unterschiedlichen Zweige ihrer Familiengeschichte und die darin enthaltenen Geschichten und Traumata aufdecken, die sie als Familie beeinflussen. Sie können diese auflösen und so ihrer Familie in dieser schwierigen Zeit eine neue stabile Grundlage verschaffen, indem sie sich selbst und ihrer Aufgabe innerhalb der Familie gewiss werden.

Klare Vorgaben, Grenzen setzen und freie selbstbestimmte Entwicklung zulassen können, muss in der Familie in einen dynamischen Prozess integriert sein. Gemeinsame Freude, aber auch Traurigkeit, Konflikte sowie Versöhnung gehören zu den unerlässlichen Zusätzen, die eine Familie ausmachen und stärken.

Patchwork und Trennung:

Trennung bedeutet für beide Partner immer Schmerz und Verletzung, auch wenn dies oftmals von einer Seite zunächst verleugnet wird. Zudem produzieren Trennungen Schuldzuweisungen und Gefühle der Ablehnung. Werden diese Gefühle nicht zeitnah aufgearbeitet und in einem Prozess der Versöhnung verarbeitet und aufgelöst, hat dies zwangsläufig negative Auswirkungen auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder. Denn wenn ein Elternteil das andere ableht, lehnt es auch immer einen bestimmten Teil des eigenen Kindes ab, da dieses die Anteile beider Eltern in sich vereint. Das Kind spürt die Ablehnung und beginnt einen Teil von sich selbst abzulehnen, was sich in vielfältigen Verhaltens- und Erlebensauffälligkeiten zeigen kann.

Eine gelingende Trennung auf Paarebene und ein gleichzeitiger Erhalt oder eine Neuordnung der Elternebene ist aber möglich. Eltern bleiben auch in Trennung immer ein Elternpaar, weswegen an dieser Beziehung während und nach einer Trennung gearbeitet werden muss, um den Kindern Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Dies kann einzeln geschehen, oder auch gemeinsam. Ich begleite sie durch den Prozess der Trennung und unterstütze sie dabei, trotz Trennung eine für die Entwicklung ihrer Kinder positive Elternebene aufzubauen.

Kinder, vor allem Jugendliche, können in das familientherapeutische Setting mit einbezogen werden. Allerdings muss, bevor dies geschehen kann, immer erst die Verantwortungsebene und die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme geklärt werden. Deswegen arbeite ich grundsätzlich zunächst mit den Eltern.

Paartherapie:

Auf Paareben stellt sich immer dieselbe Frage: Was bedeutet Liebe und empfinden wir diese für unseren Partner? Liebe ist keine bloße Emotion, sondern eine Kunst, die Übung, Disziplin, Geduld und Selbstbewusstsein erfordert.

Liebe bedeutet die Annahme des Anderen mit allem, was ihn ausmacht. Mit all seinen angenehmen und positiven Seiten, aber auch mit seinen unangenehmen Schattenseiten, die jeder Mensch in sich trägt. Liebe bedeutet die Annahme und das Aushalten der Emotionen des anderen, auch wenn dies Wut und Traurigkeit sind und diese mitunter schwer zu ertragen sind. Ebenso das Aushalten der eigenen Emotionen, die der geliebte Mensch in mir weckt, auch wenn diese herausfordernd und nicht immer sofort rational erklärbar und verständlich sind. Liebe bedeutet den Willen, Projektionen als Teil seiner selbst zu erkennen und sie nicht dem Partner zuzuschreiben.

Liebe bedeutet also, die Andersartigkeit des Anderen, die aufgrund der Einzigartigkeit des Einzelnen immer gegeben ist, als Ergänzung und nicht als Bedrohung der eigenen Identität wahrzunehmen. Bedrohlich wird es, wenn ich mir meiner selbst (oder auch meinem Selbst) nicht sicher bin und es in einem fortwährenden Kampf vor mir selber bestätigen oder auch moralisch überhöhen muss und dies zwangsläufig in der Beziehung auslebe.

Paartherapie gibt ihnen die Möglichkeit aus dem Beziehungskampf auszusteigen. Dies kann aber nur dann gelingen, wenn beide Partner freiwillig dazu bereit sind, die eigenen Verletzungen und die daraus resultierenden Projektionen im Beisein des Partners zu betrachten. Um auf dieser Grundlage die eigene Beziehung neu zu gestalten und zu ordnen. Um Verantwortung für sich selbst und den Partner zu übernehmen. Dann bietet die Partnerschaft eine einzigartige Möglichkeit der Heilung der eigenen Verletzungen durch den Beziehungsraum.

 

Eine familien- oder paartherapeutische Sitzung kostet 150,- und dauert 90 - 105 Minuten.

bottom of page